Die Vorteile und Herausforderungen von Feedback

In zahlreichen Warteschleifen von Unternehmen werden wir gefragt, ob wir im Anschluss an das Gespräch mit einem Feedback einverstanden sind. Wir können bereits in dieser Phase entscheiden, ob wir nach der Beratung ein Feedback geben möchten. Ein gutes Beispiel hierfür ist Unitymedia. Bevor die Beratung beginnt, wird der Kunde gefragt, ob er mit einem anschließenden Feedback einverstanden ist. Mit einer Tasteneingabe kann der Kunde dem zustimmen oder ablehnen. Wenn der Kunde zustimmt, wird er/sie im Anschluss an das Gespräch gefragt, ob er/sie mit der Beratung zufrieden war. In unserem Blogeintrag schauen wir uns mögliche Feedback-Formen, ihre Umsetzung und die daraus resultierenden Konsequenzen näher an.

Feedback – Rückmeldung für eine Handlung oder ein Verhalten

Ein Feedback ist eine Reaktion oder eine Rückmeldung. Eine Aktion erzeugt bekanntlich eine Reaktion. Und diese Reaktion kann auf sämtliche Lebenssituationen bezogen werden. Ob im Privat- oder Berufsleben, wir bekommen regelmäßig Reaktionen oder Rückmeldungen für unsere Handlungen oder unser Verhalten. Die Kommunikation ist dabei ein hilfreiches Mittel, um genau diese Reaktionen zu übermitteln.

Welche Kommunikationsebene ist für ein Feedback geeignet?

Für eine Rückmeldung ist eine sachliche Ebene stets von Vorteil. Dabei ist es wichtig, sich auf Fakten zu beziehen und Verallgemeinerungen zu vermeiden. Somit bezieht man sich auf das tatsächliche Geschehen statt auf mögliche Theorien, für die vielleicht keine Belege vorhanden sind. Ferner ist das Zuhören und das Ausreden lassen wichtig, um in einer angenehmen Atmosphäre zu bleiben.

Ich-Botschaften vs. Du-Botschaften

Ich-Botschaften sind deeskalierend und eine gute Methode, um einen Konflikt zu entschärfen. Durch eine Ich-Botschaft wird dem anderen das erlebte Gefühl und die Wahrnehmung mitgeteilt. Der Feedback-Nehmer kann dann entscheiden, ob er/sie der Kritik zustimmt oder nicht. Des Weiteren sind Ich-Botschaften nicht angreifend; Du-Botschaften hingegen schon. Bei Du-Botschaften geht es um direkte Schuldzuweisungen und sie bringen eine Form der Ablehnung mit sich. Diese Art der Botschaft sollte in einem Feedback vermieden werden, da sich der Feedback-Nehmer angegriffen und verletzt fühlen kann. Hinzu kommt, dass der Feedback-Nehmer ebenfalls angreifen kann oder sich zurückzieht.

Du-Botschaft: “Was ist mit den Urlaubsplänen, die du noch nicht erstellt hast”?
Ich-Botschaft: “Ich habe das Gefühl, dass du zur Zeit sehr viel zu tun hast und daher noch nicht die Urlaubspläne erstellen konntest”.

Welche Vorteile bringen uns ein Feedback?

Ein Feedback ermöglicht uns Dinge aus einem anderen Blickwinkel oder Perspektive zu betrachten. Vier Augen sehen bekanntlich mehr als zwei. Eine Rückmeldung kann ebenfalls eine Motivation sein um die eigenen Fähigkeiten noch weiter auszubauen. In einem Feedback erhalten wir die Beobachtung eines anderen und gibt dem Feedback-Nehmer die Möglichkeit seine Handlung zu überdenken.

Konstruktives Feedback

Eine Rückmeldung bezieht sich nicht nur auf Fehler und Verbesserungen. Eine Reaktion kann auch positiv ausfallen. Es ist sogar essentiell bei einem Feedback, dass positive Aspekte mit eingebracht werden. Dem Feedback-Nehmer wird dadurch gezeigt, dass er/sie positive Eigenschaften hat und dafür belohnt wird. Die Gewichtung der negativen Aspekte wird dadurch leichter. Diese Form der Rückmeldung wird “Konstruktives Feedback” genannt.

Feedback bei tel-inform

Bei tel-inform wird sehr viel Wert auf einen respektvollen Umgang zwischen den Mitarbeitern gelegt. Die Mitarbeiter haben stets die Möglichkeit ein Feedback zu geben und eines zu erhalten. Bei Rückmeldungen wird eine sachliche Ebene eingehalten und Schuldzuweisungen vermieden. Sachlagen werden deeskalierend gelöst. Jedes Feedback wird ernst genommen und konstruktiv gelöst. Im Coaching Bereich werden den Mitarbeitern täglich Feedbacks gegeben. Durch diese Rückmeldung haben die Mitarbeiter die Möglichkeit ihre Tätigkeiten zu optimieren. In einer Gegenstromanalyse geben die Mitarbeiter den Coaches ein Feedback. Nach einer Rückmeldung haben beide Parteien die Möglichkeit ihre Handlungen zu reflektieren und ggf. Änderungen vorzunehmen.

Fazit

Die Kunst ein gutes Feedback zu geben liegt darin, dass sich Rückmeldungen lediglich auf eine Beobachtung beziehen und eine Handlung oder ein Verhalten nicht beurteilt werden. Ferner sollten Schuldzuweisungen vermieden werden und Ich-Botschaften verwendet werden, um die Sachlage deeskalierend zu lösen. Es ist wichtig, dass ein Feedback auf wahre Begebenheiten beruht und keine Theorien aufgestellt werden. Ein konstruktives Feedback ist in jedem Falle zu empfehlen, damit der Feedback-Nehmer ebenfalls auf seine positiven Eigenschaften aufmerksam gemacht werden kann.

 

Von Anne Mirande

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