Interview mit Geschäftsführer Bernhard Sack – Teil 2

Hier geht es zum ersten Teil des Interviews

Bernhard Sack - Geschäftsführer

Ein typischer Tag von Bernhard im Büro

Der Berufsalltag beginnt für Bernhard bereits morgens beim Frühstück. Auf seinem Handy geht er die anstehenden Termine durch, um zu wissen, was in den nächsten Stunden auf ihn zukommen wird. “Ich bin froh, dass wir die Regeltermine seit letztem Jahr deutlich reduzieren konnten. Dadurch habe ich mehr Zeit für wichtige Themen die anstehen. Neben den Terminen, die im Idealfall nur Vormittags stattfinden nehme ich mir, wenn es zeitlich irgendwie möglich ist, ca. eine Stunde Zeit, um durch die Abteilungen zu gehen und einen engen Kontakt zum operativen Geschäft und unseren Mitarbeitern zu halten”. Auf Grund der Größe des Unternehmens und meiner zeitlichen Kapazität schaffe ich es leider nicht mit allen Mitarbeitern zu sprechen, aber zumindest mit einigen. So bekomme ich ein gutes Gefühl für aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und die Stimmungslage”.
Für Bernhard ist es wichtig in seiner Mittagspause essen zu gehen. Meistens geht er in die Mensa der Hochschule Rhein-Waal. “Wenn ich in die Mensa gehe, nehme ich eigentlich immer einen unserer Mitarbeiter mit”. “Ich finde, das ist eine schöne Gelegenheit, um auch mal über private Themen sprechen zu können”.

Die täglichen Herausforderungen bei tel-inform

“Die Hauptherausforderung ist, dass wir uns seitens unserer Aufgaben und den damit verbundenen Prozessen und Abläufen in einem kontinuierlichen Wandel befinden. Da wir es hier mit Menschen zu tun haben, ist das eine sehr interessante Herausforderung. Wir haben nicht 300 Maschinen, sondern 300 Mitarbeiter, die Bedürfnisse haben und die bei all den Veränderungen mitgenommen werden müssen”.
Es liegt Bernhard sehr am Herzen, dass sich die Mitarbeiter aufgehoben fühlen, sich weiterentwickeln und Spaß an den Themen haben, die hier bearbeitet werden. Um vielfältige Themen bearbeiten zu können und dabei auch als Unternehmen weiter wachsen zu können, hat tel-inform in den letzten Jahren eine deutlich breitere Führungsstruktur mit den Abteilungsleitern, Bereichsleitern usw. aufgebaut. Die breitere Führungsstruktur hilft ihnen den kontinuierlichen Wandlungsprozess, in dem sich tel-inform befindet, besser zu managen.

Der andere Teil der Herausforderung liegt darin, dass tel-inform individuell für die Auftraggeber arbeitet und stets in der Lage sein muss, sich auf geänderte Anforderungen einzustellen. Dabei es wichtig, dass die Veränderungen, die die Auftraggeber fordern, nicht nur an die Mitarbeiter weitergegeben werden, sondern dass es tel-inform gelingt, auch unter geänderten Voraussetzungen und Rahmenbedingungen stets optimale Resultate für die Auftraggeber zu erzielen. “Dafür sind wir bei unseren Auftraggebern bekannt und das erwarten diese zurecht”. tel-inform ist in gewisser Weise als Unternehmen das Bindeglied zwischen den Unternehmen, für die es arbeitet und den Mitarbeitern von tel-inform. Neben der Führung der Mitarbeiter ist die Technik ein zentrales Thema und sicherlich auch eine gewisse Herausforderung. Technische Abläufe und Prozesse und die damit verbundenen Erwartungshaltungen ändern sich in dieser Branche sehr schnell. Vor ein paar Jahren war z.B. noch nicht absehbar, welche Bedeutung WhatsApp als Kommunikationskanal haben wird.

Auf die Frage, ob er mit der Entwicklung von tel-inform zufrieden ist, gab es eine überzeugende und ausführliche Antwort von Bernhard:

“Ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung. Es ist ein großes Glück für mich, dass sich die Firma so entwickelt hat, dass ich einsteigen konnte. Es ist nicht selbstverständlich, dass eine Firma wirtschaftlich so stabil dasteht, dass sie an die nächste Generation übergeben werden kann. Die Grundentwicklung war sehr positiv und ich glaube, dass wir in einem Markt unterwegs sind, der Wachstum bietet. Immer mehr Unternehmen merken, dass Kundenservice deutlich komplexer ist als man denkt. Unser Ziel war es dieses Wachstum mitzunehmen und über mehrere Auftraggeber zu wachsen. Als ich in die Firma kam, waren wir noch sehr stark von einem großen Auftraggeber geprägt. Ein Großteil der Mitarbeiter hat für diesen Auftraggeber gearbeitet und ein Großteil des Umsatzes resultierte ebenfalls daraus. Dieser ist immer noch ein wichtiger und großer Auftraggeber für uns, aber worauf wir alle hier stolz sein können ist, dass es uns in den letzten drei bis vier Jahren gelungen ist uns Stück für Stück weiter zu entwickeln und in der Breite zu wachsen. Wir haben mit der Entwicklung auch die Anteile an unserem Gesamtumsatz der verschiedenen Geschäftsbereiche verändert. Wir sehen die Zukunft im Servicesektor, besonders in der Bearbeitung und schnellen Beantwortung von eingehenden Kundenanfragen im Multi-Channel-Service. Auftraggeber werden mit Kundenanfragen über verschiedene Kommunikationskanäle kontaktiert; vom Telefon über Email, bis hin zu Social Media und Chat. Um kanalübergreifend einen professionellen Service anbieten zu können bietet jedem Unternehmen einen Mehrwert. Auch wenn wir die Zukunft klar bei Service Themen sehen, werden sich auch zukünftig immer wieder Sales Themen bei uns wiederfinden.
Wir haben es geschafft die Firma auf dieses Zukunftsthema auszurichten, ohne dass wir uns von Mitarbeitern trennen oder radikale Änderungen vornehmen mussten um diesen Wandel im Unternehmen hinzubekommen. Und darauf können wir als Unternehmen stolz sein”.

So sieht für Bernhard die Entwicklung von tel-inform in den nächsten zehn Jahren aus

Bernhard ist sich sicher, dass sich tel-inform auf einem Markt befindet, der weiter wächst. Des Weiteren findet er, dass sich tel-inform als Familienunternehmen im Vergleich zu den großen Konzernen in der Lage ist, dass zu machen was tel-inform gut kann. “Wir können uns sehr individuell auf unsere Auftraggeber einstellen und sind relativ schnell und flexibel in der Umsetzung und vor allem auch verbindlich. Wenn man mit uns zusammenarbeitet, weiß man, dass bei uns immer dieselben Ansprechpartner sitzen”. Gleichzeitig ist der Bedarf bei Unternehmen da. “Wir sehen bei unseren Auftraggebern, dass sie nicht mit anonymen Großkonzernen zusammenarbeiten möchten, sondern mit einem Familienunternehmen, wo das Wort zählt und wo Dinge verbindlich geregelt werden. Dass wir eine qualitativ hochwertige Dienstleistung erbringen hat Zukunft und unser Job in den nächsten Jahren wird darin bestehen, dass wir weitere Auftraggeber mit an Bord bekommen, mit denen wir komplexe Projekte partnerschaftlich umsetzen können. Wir sehen uns hier als Premium-Dienstleister und investieren sehr viel in unsere Technik damit wir in der Zukunft wettbewerbsfähig sind”.
Das Familienunternehmen hat gerade mit der Umsetzung des Projekts MCBS (Multichannel Business Service) begonnen und wird demnächst eine Plattform etabliert haben, auf der sich alle gängigen Kommunikationskanäle befinden. Mit dieser Plattform ist tel-inform zukunftsfähig aufgestellt, denn weitere Kommunikationskanäle können jederzeit integriert werden. Deswegen ist es für Bernhard und sein Team wichtig in den nächsten Jahren genau das weiterzuentwickeln und anspruchsvolle Themen zu bearbeiten. “Wir können flexibel und schnell arbeiten. Wir setzen wenig Masse, aber dafür eine hohe Qualität ein. Wir werden unsere IT stärker ausbauen und die technische Komponente stärken. Wir werden weiterhin einen qualitativ anspruchsvollen Service bieten und legen Wert auf professionell ausgebildete Mitarbeiter”. Zukünftig wird es so sein, dass viele einfache Themen automatisiert werden und dadurch wegfallen. Dementsprechend wird tel-inform weiter daran arbeiten, dass die Mitarbeiter sich immer weiter entwickeln, um so den Herausforderungen der Zukunft gewachsen zu sein.

Was macht tel-inform für Dich zu einem besonderen Arbeitgeber?

“Ich glaube, dass es uns gelungen ist, trotz der ganzen Veränderungen einen persönlichen und individuellen Umgang miteinander zu pflegen. Und ich denke, dass unser Gebäude mit viel Tageslicht und der resultierenden Transparenz das auch nochmal unterstützt. Ich glaube, dass die Kultur, die wir hier haben, gut ist. In den letzten Jahren mussten wir schauen, dass diese Kultur nicht zu sehr von den Auftraggebern dominiert wird. Jeder Tag läuft anders ab. Wenn man im operativen Geschäft unterwegs ist, passiert ständig viel. Ich glaube, dass die Mischung aus dem familiären Arbeitsumfeld in Kombination mit einem sehr dynamischen Dienstleistungsunternehmen, tel-inform zu einem besonderen Arbeitgeber macht”.

Was würdest Du einem neuen Mitarbeiter mit auf den Weg geben?

“Einmal im Monat findet mit meinem Vater und mir ein Kennenlernen mit allen neuen MItarbeitern statt, um sich vorzustellen und um die neuen Mitarbeiter näher kennen zu lernen. Es ist wichtig, dass Probleme geklärt werden. Wenn sie nicht zwischen den Mitarbeitern geklärt werden können, ist es wichtig zu wissen, dass unsere Türen stets offen sind und wir gerne weiterhelfen.

Wir sind ein sehr dynamisches Unternehmen, in dem sich ständig viel verändert und kein Tag wie der andere ist. Es gibt viele Möglichkeiten sich bei diesen Veränderungsprozessen mit einzubringen und sich dabei auch noch persönlich zu entwickeln. Nutzt die unternehmensinternen Weiterbildungsmöglichkeiten und schaut, dass Ihr Euch kontinuierlich weiterentwickelt. Wir brauchen ständig motivierte und gut ausgebildete Mitarbeiter. Nutzt die Chancen in allen Unternehmensbereichen, die Euch hier geboten werden”.
<h3″>Das Interview wurde geführt von Anne Miranda

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